Den feierlichen Rahmen für die Vorstellung der drei besten Wettbewerbsbeiträge und die Überreichung der Siegerurkunden an deren Macher bildete auch 2008 die Bertelsmann-Hauptstadtrepräsentanz.
Zu den rund 70 Gästen der Veranstaltung gehörten Vertreter aus Politik, Verwaltung und von Fachpartnern sowie vom Unionhilfswerk Landesverband Berlin und aus Einrichtungen der UNIONHILFSWERK-Gesellschaften.
Als Beiratsvorsitzender der Unionhilfswerk-Stiftung begrüßte Eberhard Diepgen zum Auftakt der Preisverleihung die Mitglieder der Jury unter Vorsitz von Bischof Dr. Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dem Auswahlgremium des Wettbewerbes gehörten außerdem an: die Wiener Ärztin und Psychologin Dr. Dr. Marina Kojer, die sich seit Jahren für das würdevolle Sterben alter Menschen einsetzt, Tagesspiegel-Redakteur Ingo Bach, ausgezeichnet für seinen „Berliner Pflegeheimführer“, Peter Huth, Chefredakteur der B.Z., die Journalistin Georgia Tornow sowie Lutz Krieger, Ehrenvorsitzender der Berliner Pressekonferenz.
Aus bundesweit insgesamt 28 eingereichten Beiträgen hatte die Jury die drei besten Wettbewerbsbeiträge ausgewählt. Den Gästen der Preisverleihung wurden die Siegerbeiträge in Ausschnitt-Einspielungen vorgestellt. Die jeweiligen Journalisten gaben zusätzlich in Kurzinterviews, die Jurymitglieder mit ihnen führten, Antworten zu ihrer Person und zu den Rahmenbedingungen der Entstehung ihrer Beiträge.
Zuvor hatten sich Eberhard Diepgen, Dr. Wolfgang Huber und Dirk Müller, Projektleiter Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie des UNIONHILFSWERK, bei allen Wettbewerbsteilnehmern und insbesondere den Preisträgern für ihr Engagement zugunsten der Hospizbewegung und für ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben bedankt. Damit würden die Journalisten nicht nur einen Förderschwerpunkt der Unionhilfswerk-Stiftung wirksam unterstützen, sondern zugleich die so wichtige und aktuelle Diskussion zu diesen Themen in der Öffentlichkeit fördern.
2008 wurden diese Beiträge und Macher mit dem Journalistenpreis ausgezeichnet:
Der erste Preis - mit 3000 Euro dotiert - ging an Claudia und Günter Berghaus für ihren Fernsehbeitrag „Das geliebte Leben“, der auf 3sat ausgestrahlt wurde. Das Berliner Filmemacher-Ehepaar begleitet in seiner einfühlsamen und zugleich direkten Reportage Menschen, die einen Angehörigen bis zum Tode zu Hause pflegen.
Den zweiten Preis und damit 2000 Euro konnte der junge Journalist Alexandros Stefanidis vom Süddeutschen Zeitung Magazin entgegennehmen. Der Redakteur zeichnete in seiner berührenden Reportage „Ein Leben nach dem Tod“ das Trauerjahr eines 88-Jährigen nach dem Tod seiner Ehefrau nach.
Auf den dritten Platz (1000 Euro) schließlich wählte die Jury die Hörfunkjournalistin Susanne Pfaller-Segador. In ihrem Feature „Primi Passi - den Tod eines Kindes überleben“ - gesendet auf Bayern2 Radio - zeigt sie auf, wie Eltern, die ein Kind verloren haben, mit Hilfe ehrenamtlicher Trauerbegleiter die schlimmste Zeit zu überstehen lernen.
Die Unionhilfswerk-Stiftung engagiert sich seit ihrer Gründung 2004 für die Förderung der Hospizbewegung und für eine gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit der Sterbekultur. Auch mit dem Ziel, diesen Fragen mehr gesamtgesellschaftliche Beachtung zu verschaffen, lobt die Stiftung alle zwei Jahre den Journalistenpreis aus.
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