Journalistenpreis 2010
"… lass uns darüber reden!"
 
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Zum dritten Mal wurde am Donnerstag, 4. November 2010, der Journalistenpreis der Berliner Unionhilfswerk-Stiftung in der Bertelsmann-Hauptstadtrepräsentanz verliehen.

Mehr als 30 Journalisten aus ganz Deutschland hatten sich in diesem Jahr an der Ausschreibung „… lass uns darüber reden!“ beteiligt und – so der Juryvorsitzende Altbischof Dr. Wolfgang Huber – „bewiesen, dass der Preis einen Nerv trifft, denn immer mehr Medien wenden sich diesem Thema zu."

Der erste, mit 3.000 Euro dotierte Preis ging an Jule Sommer und Udo Kilimann. Die beiden Essener Journalisten, Vater und Tochter, arbeiten gemeinsam als Autoren und Reporter in der Familienfirma Kilimann-TV-Produktion. In ihrer eindringlichen ARD-Reportage „Mein Wille geschehe“ setzten sich die Preisträger mit den Möglichkeiten und Grenzen der Medizin und der Frage des Umgangs mit dem mutmaßlichen Willen intensivmedizinisch betreuter Menschen auseinander. „Die einfühlsame Art der Kilimanns ermöglicht einen tiefen Einblick in die Situation der Angehörigen wie auch der Ärzte. Mit den Möglichkeiten der Patientenverfügung wird differenziert und dadurch hilfreich umgegangen“, urteilt Jury-Präsident Huber.

Den zweiten Preis und damit 2.000 Euro konnte Gabi Stief von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung entgegennehmen. Die Redakteurin schildert in ihrer Reportage „Der letzte Wille“ den Kampf einer Tochter um ein würdevolles Sterben ihrer Mutter jenseits von Apparatemedizin.

Auf den dritten Platz (1.000 Euro) schließlich wählte die Jury die Münchner Journalistin Birgit Lutz-Temsch mit ihrem in der Süddeutschen Zeitung (SZ) am Wochenende veröffentlichten Beitrag „Am schlimmsten ist die Liebe“. „Ein zu Herzen gehender Erfahrungsbericht. Schlicht, direkt, Menschen guten Willens und ihre Grenzen zeigend. Es gibt Situationen ohne Lösung, nur mit einem Ende“, so Jurorin Georgia Tornow, Journalistin und Gründungsgesellschafterin des Berliner „Boulevard der Stars“.

„Mein Wille geschehe“ (Jule Sommer & Udo Kilimann)

Neben den Jurymitgliedern Dr. Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, Alexander Dieck, Journalist und Moderator von Antenne Brandenburg, sowie Lutz Krieger, dem Ehrenvorsitzenden der Berliner Pressekonferenz, brachte diesmal auch Mariella Ahrens Glanz in die Veranstaltung.


 
 
 
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