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Dürfen alte Eltern mit ihren Kindern über das eigene Sterben sprechen? Welche Gefühle wecken Töchter und Söhne, wenn sie Mutter und Vater fragen, welche Wünsche sie für das Lebensende haben und wie sie begraben werden wollen?
Wir gestalten aktiv unser Leben nach den eigenen Wünschen und Möglichkeiten. Immer mehr Menschen wollen deshalb selbstverständlich auch ihren letzten Lebensabschnitt vorbereiten. Doch wohl kaum ein Bereich des Lebens macht es uns so schwer, darüber zu reden, wie dessen Ende, das Sterben und der Tod. Wie überhaupt und wann dieses Thema in Worte fassen?
Was bedeutet es für den Einzelnen und seine Nahestehenden, sich über diese Fragen konkret und verbindlich ins Gespräch zu begeben? Wie gehen Angehörige mit dem letzten Willen eines Sterbenden um, auch wenn sie diesen nicht gutheißen? Ist es klug, das Thema Sterben und Tod in der Familie offen zu kommunizieren? Garantiert eine Patientenverfügung, dass der letzte Wille wirklich berücksichtigt wird? Wie gehen Angehörige, aber auch Pflegekräfte und Mediziner, wenn es soweit ist, mit den in einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht dargelegten Wünschen um? Welche Verantwortung erwächst für Zurückbleibende, wenn zu Lebzeiten nie über Wünsche gesprochen wurde?
Entscheidend ist wohl zuallererst, dass der Wunsch, sich über Tod und Sterben ins Gespräch zu begeben, vorbehaltlose Akzeptanz und sensible Aufmerksamkeit sowohl in der Familie und im Freundeskreis als auch in der Gesellschaft insgesamt findet.
Mit ihrem Journalistenpreis 2010 lädt die Unionhilfswerk-Stiftung dazu ein, veröffentlichte Beiträge aus den Bereichen Print, Hörfunk und Fernsehen einzureichen, die diesen Fragen nachgehen. Beiträge, die deutlich machen, was es bedeutet, „darüber zu reden“. Die veranschaulichen, wie sprachlos uns das Thema „Tod“ oft noch macht und warum es ebenso wichtig wie schwer ist, gemeinsam mit Nahestehenden vorsorglich das eigene Lebensende zu betrachten..
Ausschreibungsbedingungen
Prämiert werden Beiträge der Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen. Die Preise sind mit 3000,- Euro (1. Preis), 2000,- Euro (2. Preis) und 1000,- Euro (3. Preis) Euro dotiert.
Über die Vergabe der Preise entscheidet eine prominent besetzte Jury: Dr. Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, die Journalistin Georgia Tornow, Mariella Faber-Castell (geb. Ahrens), Schauspielerin und Gründerin des Vereins „Lebensherbst e. V.“, Alexander Dieck, Journalist und Moderator des Radiosenders Antenne Brandenburg sowie Lutz Krieger, Ehrenvorsitzender der Berliner Pressekonferenz. Als Juryvorsitzender unterstützt Dr. Wolfgang Huber, ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Arbeit der Unionhilfswerk-Stiftung.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die feierliche Preisverleihung findet im Herbst 2010 in Berlin statt. Dazu werden die drei Erstplatzierten rechtzeitig auf dem Postweg eingeladen.
Die Beiträge müssen zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 30. Mai 2010 in deutschen Publikumsmedien veröffentlicht worden sein. Jede/-r Teilnehmer/-in darf einen Beitrag einreichen.
Einsendeschluss: 13. Juni 2010
Wir bitten um die Zusendung des ausgefüllten Bewerbungsbogen, eine kurze Vita sowie zwei Originale bzw. Kopien (gern in digitaler Form) des Wettbewerbsbeitrags.
Bewerbungsbogen
Weitere Informationen
Mehr Informationen zu unserem Journalistenpreis erhalten Sie bei Claudia Pfister.
Telefon 4 22 65-812 | Fax 4 22 65-800
claudia.pfister@unionhilfswerk.de
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